Walchsee
Baumwolle Nein Danke
Wieso auch Bio-Baumwolle die Umwelt belastet......weiter lesen

Die gesammte Welt Textilproduktion von etwa 60 Billionen Kilo verbraucht:
* 1.074 Billionen KWh Energie
* 132 Millionen Tonnen Kohlen
* 6 bis 9 Trillionen liter Wasser


Wenn jetzt gefragt wird, welches Textil, welche Faser gefällt Ihnen am besten, wird sehr oft geantwortet, die BAUMWOLLE, weil es eine Naturfaser ist. Ich werde Ihnen hier das Gegenteil zeigen und erklären. Die Textilindustrie ist überhaupt die meist verschmutzende Industrie dieser Welt und Baumwolle gehört zu den meist verschmutzende Faser in dieser Industrie. Baumwolle gedeiht nur in den wechselfeuchten und trockenen Tropen und im wechselfeuchten Mittelmeerklima, da es etwa 190 frostfreie Tage braucht um ordentlich wachsen zu können. Diese Regionen nennt mann auch "Baumwollgürtel" und befindet sich vom 32. Breitengrad Süd zum 37. Breitengrad Nord um den Globus. Die Baumwolle wird in etwa 80 Länder auf rund 35 Millonen Hektar angebaut. Das ist 2,5 % der Weltanbaufläche. Die Baumwolle stellt hohe Ansprüche an die Bodenqualität. Durch diese sehr intensieve Nutzung, ist der Boden sehr schnell ausgelaugt und unbrauchbar. Das führt dazu, dass immer grössere Flächen, auch wegen hohe Chemikalieneinsatz, völlig wertlos werden. Die Chemikalien verseuchen das Grundwasser. Es entsteht sogar ein Mangel an Trinkwasser und die Bevölkerung leidet unter Krankheiten. Auch werden Krankheiten verursacht durch aufgewirbelten Insektizide und Düngemittel. Ein Beispiel der Folgen des Baumwollanbaus am Aralsee zwischen Kasachstan und Usbekistan, die als grösste ökologische Katastrophe der Welt bezeichnet wird, spricht für sich.
  • Es gab mehr Krebserkrankungen als in anderen GUS-Staaten.
  • 80 % der Frauen leiden an Anämie.
  • Hohe sterblichkeit bei Sauglingen.
  • Grosse Zahl von Missbildungen.
  • Starke Zunahme der Nierschäden und Speiserohrkrebs.
  • Immumschwäche, Typhus und Cholera.
  • Das Grundwasser war mit Pestiziden verseucht.
  • Wo früher Wasser war, entsteht jetzt eine Salzwüste.

  • In Pakistan und Griechenland ist dort wo Baumwolle angebaut wird, das Grund- und Trinkwasser verseucht. In Kalifornien ist der Grundwasserspiegel gesunken. In Pakistan und Ägypten trägt der Baumwollanbau zur Verbreitung der Wüsten bei. In Südaustralien versalzte die Erde. Und das sind nur einige Beispiele! Um eine möglichst grosse Produktion zu erhalten, müssen grosse Mengen Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden. Etwa 20 % der weltweiten Produktion an Düngemittel und Pestiziden landet auf den Baumwollfeldern. Pestizides alleine schon etwa 150 Millionen Kilo pro Jahr. Die Baumwolle braucht etwa drei Monate bis zur Blüte. Rund 50 Tage nach der Blüte sind die etwa wallnussgrossen Kapseln ausgereift, platzen auf und die Samenhare quellen heraus. Bevor die Baumwolle geerntet werden kann, werden nogmals Entlaubungsmittel eingesetzt. Aus etwa 100 Kilo Rohbaumwolle erhält man 35 Kilo Fasern, 62 Kilo Samenkörner und 3 Kilo Abfall. Der Verbrauch an Wasser beträgt etwa 20.000-29.000 Liter pro Kilo Baumwolle! Weltweit arbeiten zwischen 5.000.000 und 9.000.000 Kinder in der Baumwollproduktion. In Ägypten werden jährlich über 1.000.000 Kinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren engagiert. Nachdem die Baumwolle geerntet wurde, wird sie zum Nachreifen und Trocknen noch etwa 30 Tage gelagert. Danach werden die Fasern in grossen Ballen gepresst. Die Ballen werden jetzt weiter transportiert und damit sie während des Transportes geschützt werden vor Schädlingen und Schimmel, wird auch hier wieder Chemie gespritz. Die Ballen werden jetzt gelöst und die Entkörnungsmaschinen entfernen die Kapselresten. Dann werden wieder Ballen gepresst. Folgende Prozessen sind jetzt noch notwendig um ein Gewebe zu bekommen, dass entweder weiss bleibt oder nachher gefärbt oder bedruckt wird.
  • 1. Ernte
  • 2. Ballen pressen
  • 3. Transport
  • 4. Ballen öffnen
  • 5. Reinigen
  • 6. Ballen pressen
  • 7. Ballen öffnen
  • 8. Karde
  • 9. Strecke
  • 10. Kämmen
  • 11. Spinnen
  • 12. Stärken
  • 13. Trochnen
  • 14. Schären
  • 15. Weben
  • 16. Sengen
  • 17. Entschlichten
  • 18. Spülen
  • 19. Trocknen
  • 20. Mercerisieren/Laugieren
  • 21. Spülen
  • 22. Trocknen
  • 23. Bleichen
  • 24. Spülen
  • 25. Trocknen
  • 26. Färben
  • 27. Spülen
  • 28. Trocknen
  • 29. Veredelen
  • 30. Trocknen/Fixieren
  • 31. Kalandern/Prägen
  • 32. Sanforisieren

  • Hier werden nochmals 189 Liter Wasser pro Kilo Baumwolle verbraucht. Riesige Mengen an CHEMIKALIEN werden gebraucht die das Abwasser AUFSALZEN und schwierig in den Kläranlagen zu reinigen sind.Um überhaupt die Baumwolle gute pflegeleichte Eigenschaften zu geben, müssen sehr viele Prozessen mit schädliche und giftige Chemikalien durchgeführt werden. So z.B. mit
  • Chlorverbindungen
  • Wasserstoffsuperoxid
  • Azo-Benzidin Farbstoffe
  • Nitro-Nitrose Verbindungen
  • Natrium Chlorid
  • Natrium Sulfat
  • Natronlauge
  • Schwefelsäure
  • Melamin-Formaldehyde Harzen
  • Polyacryl
  • Fluorcarbon
  • Silikon


  • Es bleiben soviel Chemikalien auf der Faser, dass 100% BAUMWOLLE auf dem Etikett eigentlich bedeutet:
  • 70% Baumwolle
  • 5% Polyacryl
  • 8% Farbstoffe
  • 14% Melamin-Formaldehyd Harz
  • 3% Weichmacher

  • Bio- oder Afrika Baumwolle sind gewiss etwas besser als die konventionelle Baumwolle, aber nur bis der Ernte. Nachher finden die gleiche Prozessen statt. Ausserdem werden die meiste Bio- und Afrika Baumwolle ausserhalb USA und Europa angebaut, viel davon in Indien, der Turkei, Peru, China und Afrika. Das bedeutet , dass wenn sie Bio- oder Afrika Baumwolle in USA oder Europa kaufen, diese Baumwolle auf der anderen Seite der Welt angebaut wird, versandt wird um woanders zu Färben, Drucken oder Veredelen und wieder woanders zum konfektionieren und dann an einem Händler ausgeliefert wird. Wie sieht hier wohl den Kohlenstoff-Fussabdruck aus!!!!
    Um ein gefärbtes, schrupffreies Baumwoll Gewebe herzustellen braucht es also: " 32 Prozessen Sehr viel Energie, Wasser und Zeit " 20.000 - 30.000 Liter Wasser pro Kilo Baumwolle Oft hat das Textilteil mehr als 35.000 Kilometer zurückgelegt.
    Jetzt werde ich als Vergleich ein gleichwertiges Textil hestellen mit als Ausgangsmaterial Polyester. Polyester wird hergestellt aus DimethylTerephtalat und Glykol. Also beide Erdöl Produkte. Die Prozessen sind folgende:
  • 1. Spinnen (Faser)
  • 2. Verstrekken/Fixieren
  • 3. Schneiden
  • 4. Ballen pressen
  • 5. Ballen öffnen
  • 6. Karde
  • 7. Strecke
  • 8. Spinnen (Garn)
  • 9. Schären
  • 10. Weben
  • 11. Färben
  • 12. Trocknen
  • 13. Veredelen
  • 14. Trocknen/Thermofixieren
  • 15. Kalandern

  • Polyester wird inzwischen in fast alle Europeische Länder hergestellt, sodass der Kohlenstoff Fussabdruck sehr gut aussieht im Vergleich mit der Baumwolle. Polyester kann auch noch reclycled werden!! Hier wird der Kohlenstoff Fussabdruck nochmals besser. Hier entsteht ein BIO-POLYESTER. Um ein gefärbtes Polyester Gewebe herzustellen braucht es also:
  • 15 Prozessen
  • 33 - 50 Liter Wasser pro Kilo Polyester


  • Es wird fast kein Land gebraucht.
  • Es werden keine giftige Pestiziden verwendet.
  • Es werden keine giftige Fungiziden verwendet.
  • Es werden keine giftige Insektiziden verwendet.
  • Es werden keine Umweltbelastende Düngemittel verwendet.
  • Es werden keine giftige Bleichmittel verwendet.
  • Es wird keine Umweltbelastende Natronlauge verwendet.
  • Es werden etwa 600 x weniger Wasser verbraucht!!
  • Es gibt keine krankheiten verursacht durch die aufgewirbelten Insektiziden,     Pestiziden oder Fungiziden
  • Es gibt hier keine Kinderarbeit.


  • Wer hier noch Baumwolle, Bio- oder Afrika Baumwolle als umweltfreundlich anbietet, hilft nicht mit an dauerhafte Prozessen zu entwickelen, oder kann hiermit viel Geld verdienen.

    JETZT KÖNNEN SIE SELBER BEURTEILEN WELCHE FASER UMWELTFREUNDLICHER IST. ODER OB WIR NOCH WEITERHIN BAUMWOLLE TRAGEN SOLLEN !!

    Die Organisation Oeko-tex ist eine der wenigen Adressen, die den Markt, der sein Zentrum vor Jahren in ferne Erdteile verlagert hat, zumindest in Teilen durchblickt.
    Es ist kompliziert, mit den Produzenten in China, Indien, Bangladesch und Pakistan
    in Kontakt zu treten. Wir sollten dann auch die Ware die importiert werden soll oder wird, zuerst auf schädlichen Substanzen untersuchen. Ist die Ware Schadstoff frei, dann kann die Bezahlung erfolgen!
    by Johannes .A. Craamer - 06/2008 - Copyright © 2008-2015

    19.03.2014-Textilfarbstoff Bedenken in Schweden
    Chinolingelb, hautreizend und eine potenziell gefährliche Substanz in der Produktion einiger reaktiven Textilfarbstoffen, wurde in 29 der 31 in einer aktuellen schwedischen Studie in Kleidung Proben nachgewiesen.

    Drei der Proben mit Chinolon-Spuren wurden von Bio-Baumwolle gefertigt und mit EU-oder Nordic-Öko-Label gekennzeichnet.

    Brett Mathews berichtet.